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Werkstatt-Tagebuch #05: ImTakt.app — wie KI Mental Load wirklich kleiner machen soll Werkstatt-Tagebuch #05: ImTakt.app — wie KI Mental Load wirklich kleiner machen soll

Der Name steht: ImTakt.app. Warum die Familien-App nicht nur Termine sammeln soll, sondern aus Fotos, Sprache, Vorlieben und Schichtdienst konkrete Entlastung macht. Der Name steht: ImTakt.app. Warum die Familien-App nicht nur Termine sammeln soll, sondern aus Fotos, Sprache, Vorlieben und Schichtdienst konkrete Entlastung macht.

Daniel Eggenstein · ·KW 24 / 2026

Ein Kalender hilft dir nicht, wenn die Einladung zum Kindergeburtstag zerknittert im Rucksack liegt.

Er hilft dir auch nicht, wenn irgendwo klein steht:

Bitte bis Freitag zurückmelden.
Badesachen mitbringen.
Sonnencreme nicht vergessen.

Und er hilft dir erst recht nicht, wenn du parallel noch Schichtdienst, Einkauf, Essen, U-Untersuchung und drei offene Nachrichten im Kopf hast.

Genau da liegt für mich der Punkt.

Familienorganisation scheitert selten daran, dass es keinen Kalender gibt.

Sie scheitert daran, dass aus kleinen Informationen ständig neue Aufgaben entstehen.

Und irgendwer muss sie sehen.
Sortieren.
Merken.
Weitergeben.
Nachhalten.

Meist passiert das leise.

Und oft passiert es im Kopf der Mutter.

Der Name steht jetzt: ImTakt.app

Der Arbeitstitel war lange Family Office.

Das war okay für die erste Richtung. Es klang nach Ordnung, nach einem gemeinsamen Ort, nach Familienorganisation.

Aber es war noch nicht der Kern.

Der neue Name ist:

ImTakt.app

Weil genau darum geht es.

Eine Familie wieder in denselben Takt bringen.

Nicht perfekt.
Nicht durchoptimiert.
Nicht wie ein Unternehmen.

Sondern so, dass der gemeinsame Alltag wieder einen Rhythmus bekommt.

Gerade bei Schichtdienst ist das nicht selbstverständlich. Manche Wochen haben keinen normalen Ablauf. Einer ist früh raus. Einer ist spät zurück. Ein Termin liegt genau im falschen Fenster. Und trotzdem braucht die Familie einen gemeinsamen Beat.

ImTakt.app soll dabei helfen.

Was die App nicht werden soll

Ich will keine App bauen, in der du nur noch mehr eintragen musst.

Noch ein Kalender.
Noch eine Einkaufsliste.
Noch eine Aufgaben-App.
Noch ein System, das am Ende wieder eine Person pflegt.

Das wäre am Problem vorbei.

Denn Mental Load ist nicht nur:

Wann ist der Termin?

Mental Load ist:

Was hängt an diesem Termin alles dran?

Genau das muss ImTakt.app verstehen.

Beispiel 1: Einladung fotografieren

Stell dir vor, dein Kind bringt eine Einladung zum Geburtstag mit.

Heute liegt so ein Zettel oft irgendwo.

Auf der Kommode.
Im Rucksack.
Als Foto im Chat.
Oder im Kopf.

In ImTakt.app soll daraus ein echter Ablauf werden.

Du fotografierst die Einladung.

Die App erkennt:

  • wann der Geburtstag ist,
  • wo er stattfindet,
  • bis wann du dich zurückmelden sollst,
  • was mitgebracht werden muss,
  • und für welches Kind der Termin ist.

Daraus entsteht nicht nur ein Kalendereintrag.

Sondern auch:

  • ein To-do: bis Freitag zurückmelden,
  • eine Erinnerung am passenden Tag,
  • ein Tageshinweis: Badesachen und Sonnencreme einpacken,
  • und bei Bedarf ein Einkaufspunkt, wenn noch etwas fehlt.

Das ist der Unterschied.

Nicht nur Information speichern.

Sondern Familienalltag vorbereiten.

Beispiel 2: Termine einfach einsprechen

Manchmal hat man keine Lust, eine Maske auszufüllen.

Dann soll ein Satz reichen:

Emil hat nächste Woche Dienstag um 15 Uhr U-Untersuchung. Bitte am Vorabend erinnern und am Morgen die Versichertenkarte nicht vergessen.

ImTakt.app soll daraus machen:

  • Termin im Familienkalender,
  • Zuordnung zum richtigen Kind,
  • Erinnerung am Vorabend,
  • Erinnerung am Morgen,
  • To-do: Versichertenkarte einpacken.

Nicht, weil das technisch beeindruckend ist.

Sondern weil genau solche Dinge sonst im Kopf bleiben.

Beispiel 3: Essen ohne tägliches Rätsel

Essen ist bei Familien oft kein Kochproblem.

Es ist ein Entscheidungsproblem.

Was mögen alle?
Was ist noch da?
Wie viel Zeit haben wir?
Wer isst was nicht?

In ImTakt.app soll eine Familie ihre Vorlieben hinterlegen können.

Zum Beispiel:

  • ein Kind isst kein Fleisch,
  • ein Kind liebt Chicken Nuggets,
  • ein Erwachsener mag bestimmte Sachen gar nicht,
  • ein Gericht muss heute in 30 Minuten fertig sein.

Dann soll ein Satz reichen:

Schau auf unsere Vorlieben. Ich habe heute 30 Minuten Zeit. Mach mir ein Mittagessen für vier Personen und schreib alles, was fehlt, auf die Einkaufsliste.

Die App soll daraus:

  • ein passendes Gericht vorschlagen,
  • die fehlenden Zutaten auf die Einkaufsliste schreiben,
  • und das Rezept in den Notizen ablegen.

Das klingt klein.

Aber wer jeden Tag entscheidet, was auf den Tisch kommt, weiß:

Das ist nicht klein.

Das ist Entlastung.

Beispiel 4: Schichtdienst mitdenken

Der Dienstplan ist bei ImTakt.app kein Nebenthema.

Er ist einer der Gründe, warum ich das überhaupt baue.

Bei normalen Kalender-Apps sieht ein Termin oft einfach nur aus wie ein Termin.

Bei Familien mit Schichtdienst ist aber wichtig:

  • Wer ist überhaupt zu Hause?
  • Wer kann fahren?
  • Wer kann abholen?
  • Wer ist nach Nachtdienst raus?
  • Welche Aufgabe darf nicht schon wieder bei derselben Person landen?

ImTakt.app soll nicht nur anzeigen, was ansteht.

Sie soll mitdenken, wenn Dinge kollidieren.

Nicht bevormunden.

Aber sichtbar machen:

Hier wird es eng. Klärt das lieber heute.

Was technisch schon steht

Ich baue ImTakt.app bewusst getrennt von unserer privaten Familien-App.

Warum dieser Umbau von der privaten App zum echten Produkt so eine Hürde ist, habe ich in Eintrag #04 beschrieben.

Unsere private Version bleibt unsere private Version. Sie darf Abkürzungen nehmen.

Das Produkt nicht.

Der aktuelle Stand:

  • Das neue Projekt liegt separat.
  • Die App läuft mit Next.js.
  • Supabase ist als eigenes Backend eingerichtet.
  • Die Datenbank liegt in Frankfurt.
  • Das Login-Fundament steht.
  • Jede Familie bekommt ihren eigenen geschützten Bereich.
  • Die Trennung der Familiendaten ist auf Datenbankebene vorbereitet.
  • Die erste Vercel-Version ist gebaut.
  • Das Onboarding ist der nächste große Block.

Das ist nicht der Teil, der auf Screenshots glänzt.

Aber es ist der Teil, der stimmen muss.

Wenn Familien dort Termine, Kinderprofile, Vorlieben, Schichten und Aufgaben eintragen, dann sind das keine beliebigen Daten.

Das ist Zuhause.

Das muss sauber gebaut sein.

Warum ich das öffentlich dokumentiere

Die Freiwerkerei ist für mich nicht nur eine Website.

Sie ist die Werkstatt, in der ich zeige, wie aus echten Problemen echte digitale Produkte entstehen.

ImTakt.app ist eines davon.

Nicht als fertige Hochglanz-Story.

Sondern so, wie es wirklich ist:

erst privater Schmerz,
dann ein eigenes Werkzeug,
dann der schwere Umbau zum Produkt,
dann Beta,
dann echte Familien.

Meine Abkürzung aus diesem Schritt

Wenn du selbst ein Produkt baust, frag nicht zuerst:

Welche Features brauche ich?

Frag lieber:

Welche Entscheidung nimmt mein Produkt jemandem ab?

Bei ImTakt.app ist die Antwort nicht:

Kalender.
Einkauf.
Aufgaben.

Die Antwort ist:

Es soll den ständigen inneren Sortierprozess kleiner machen.

Aus Zetteln, Sätzen, Vorlieben und Schichtplänen sollen konkrete nächste Schritte werden.

So entsteht echte Entlastung.

Mein Fazit

Der Name steht:

ImTakt.app

Und damit ist die Richtung klarer geworden.

Ich baue keine App, damit Familien noch mehr verwalten.

Ich baue eine App, damit Familien wieder besser in denselben Takt kommen.

Die Beta ist noch nicht offen. Die Warteliste schon.

Wenn du das Problem kennst — Schichtdienst, volle Wochen, zu viel in einem Kopf — dann kannst du dich hier eintragen:

Zur Warteliste

— Daniel

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